Our Venue

Die Talstation ist ein Ort für Kunst, Kultur und Begegnung. Unser Veranstaltungsprogramm verbindet lokale und internationale Positionen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Performance, Film, Tradition, Architektur und Diskurs.

Mit Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Vorträgen und interdisziplinären Formaten schaffen wir Raum für Austausch, Experimente und neue Perspektiven. Als Plattform für kreative Initiativen fördert die Talstation Zusammenarbeit und unterstützt Projekte, die neue Perspektiven auf Kunst, Kultur und Stadtentwicklung eröffnen.

Der Verein versteht sich als demokratischer Zusammenschluss von Menschen, die in Innsbruck Kulturräume schaffen, gestalten und bespielen möchten. Das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten und Verantwortung für das gemeinschaftliche Zusammenleben zu übernehmen, bildet eine wesentliche Grundlage für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Geschäftsführung wird aktuell von Madalena Jirka und Thomas Krug gemeinsam getragen und folgt der Vision einer offenen, vielfältigen und gemeinschaftlich gestalteten Stadt.

Junge
Talstation

Seit November 2014 wird die ehemalige Talstation der Hungerburgbahn vom Verein Junge Talstation (vormals Schülerinnenbeirat) genutzt. Als Gewinner eines Ideenwettbewerbs der Stadt Innsbruck entwickelte sich das denkmalgeschützte Gebäude zu einem selbstverwalteten Ort für junge Kunst, Kultur und Begegnung. Im Mittelpunkt standen die Bereitstellung von Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen, leistbaren Proberäumen sowie Arbeitsplätzen für Kulturschaffende und Initiativen.

Seit der Gründung wurde das Gebäude mit großem ehrenamtlichem Engagement Schritt für Schritt saniert und weiterentwickelt. Ziel war und ist es, die Talstation langfristig als offenen Kulturort für junge Menschen zu erhalten und für zukünftige Nutzungen vorzubereiten.

Thomas Krug und Madalena Jirka, Geschäftsführung der Jungen Talstation

Geschäftsführung: Thomas Krug (links) und Madalena Jirka (rechts)

Mit dem Auslaufen der temporären Benützungsbewilligung im Jahr 2022 musste der reguläre Betrieb eingestellt werden. Für eine Wiedereröffnung sind umfassende bauliche Maßnahmen erforderlich, um den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz, Barrierefreiheit und Veranstaltungstechnik zu entsprechen. Die notwendige Umwidmung zur Sonderfläche für Kultur-, Vereins- und Büroräumlichkeiten wurde bereits beschlossen. In den darauffolgenden Jahren wurden gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) die rechtlichen und technischen Grundlagen für eine langfristige Zukunft des Standorts geschaffen. Nach dem Ankauf des Gebäudes durch die Stadt wird die Talstation umfassend saniert und soll 2027 als Kulturzentrum wiedereröffnet werden. Der Verein erhält dafür ein langfristiges Baurecht und damit die notwendige Planungssicherheit für den weiteren Betrieb. (Stadt Innsbruck Newsroom)

Auch während der Schließung blieb der Verein aktiv. Die Junge Talstation wird weiterhin durch eine Jahressubvention der Stadt Innsbruck gefördert, entwickelt eigene Kulturformate – unter anderem in Kooperation mit Partner:innen wie Die Bäckerei, Treibhaus oder der p.m.k. – und bringt ihre langjährige Erfahrung als unabhängige Stimme in den Bereichen Jugendkultur, Freiraum und kulturelle Stadtentwicklung ein.

Wir sind überzeugt, dass niederschwellige Kunst- und Kulturräume eine unverzichtbare Grundlage für eine lebendige und vielfältige Stadt sind. Sie schaffen Raum für Experimente, neue Ideen und kulturelle Nischen und ermöglichen insbesondere jungen Menschen, Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv mitzugestalten. Mit der Wiedereröffnung 2027 wird die Junge Talstation als soziokultureller und generationsübergreifender Ort an diese Geschichte anknüpfen – als offenes Haus für Kunst, Musik, Austausch und gesellschaftliches Miteinander.

History

Die Geschichte der Talstation beginnt lange vor ihrer heutigen Nutzung als Kulturort. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Areal am Rennweg zu einem bedeutenden Ausflugsziel der Stadt Innsbruck. Mit dem Innsbrucker Riesenrundgemälde entstand hier 1896 eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tirols. Wenige Jahre später wurde die erste Hungerburgbahn errichtet, die Besucher:innen vom Stadtrand auf die Hungerburg brachte und den Zugang zur Nordkette grundlegend veränderte. Rund um die Talstation entstanden Gastronomiebetriebe, Spazierwege und öffentliche Freiräume – das Gebiet wurde zu einem lebendigen Treffpunkt für Einheimische und Gäste gleichermaßen.

Die Talstation selbst wurde 1906 nach Plänen des Tiroler Ingenieurs Josef Riehl errichtet. Fast ein Jahrhundert lang war sie Ausgangspunkt der historischen Hungerburgbahn und prägte das Stadtbild ebenso wie die Freizeitkultur Innsbrucks. Generationen von Innsbrucker:innen verbanden den Ort mit Ausflügen auf die Hungerburg und in die Nordkette. (Wikipedia)

Mit der Eröffnung der neuen Hungerburgbahn nach Plänen von Zaha Hadid im Jahr 2007 verlor die historische Talstation ihre ursprüngliche Funktion. Das Gebäude blieb jedoch als bedeutendes Zeugnis der Innsbrucker Verkehrs- und Architekturgeschichte erhalten. (tirol.ORF.at)

2012 suchte die Stadt Innsbruck im Rahmen eines Ideenwettbewerbs nach einer neuen Nutzung für das Gebäude. Der Verein Junge Talstation überzeugte mit dem Konzept eines offenen, selbstverwalteten Kultur- und Begegnungsortes. Seit November 2014 wurde die ehemalige Verkehrsinfrastruktur durch ehrenamtliches Engagement Schritt für Schritt in einen lebendigen Ort für Kunst, Musik, Veranstaltungen und junge Kultur verwandelt. Aus einer ehemaligen Talstation wurde ein Haus für kulturelle Teilhabe und kreative Zusammenarbeit. (Stadt Innsbruck Newsroom)

Nach dem Auslaufen der temporären Benützungsbewilligung im Jahr 2022 musste der laufende Betrieb pausieren. Gleichzeitig begann gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und der Innsbrucker Immobiliengesellschaft die Verhandlung und Vorbereitung einer umfassenden Sanierung. Mit den politischen Beschlüssen der vergangenen Jahre wurde der langfristige Erhalt des Gebäudes gesichert. Die Wiedereröffnung als soziokulturelles und generationsübergreifendes Zentrum ist für 2027 vorgesehen. (Stadt Innsbruck Newsroom)

Damit schließt sich ein Kreis: Über mehr als 120 Jahre war die Talstation ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen – zunächst als Ausgangspunkt für den Weg auf die Nordkette, heute als Ausgangspunkt für kulturelle Begegnungen, gesellschaftlichen Austausch und gemeinsames Gestalten. Die Funktion hat sich verändert, der Charakter des Ortes als Treffpunkt der Stadt ist geblieben.

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